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Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen  |  E-Mail: poststelle@vgem-sob.de  |  Online: http://www..vgem-sob.de

Helferkreis "Asyl" Langenmosen

Helferkreis Asyl Langenmosen

Aufnahme von Flüchtlingen In Langenmosen

Das geht uns alle etwas an!

Der Helferkreis beginnt seine Tätigkeit.

 

Wir kennen diese Bilder aus dem Fernsehen: Kämpfe und Tote in den Bürgerkriegen in Syrien, Irak, Afghanistan, überfüllte seeuntüchtige Boote mitten auf dem Meer, Reihen von Särgen mit ertrunkenen Flüchtlingen. Wie würden wir empfinden wenn wir vor dem Krieg fliehen müssten? Millionen von Vertriebenen haben das auch in unserer eigenen Vergangenheit erlebt.

 

Deutschland nimmt derzeit eine große Zahl an Flüchtlingen auf. Ein großer Teil sind Bürgerkriegsflüchtlinge die einfach ihr Leben und das ihrer Familie retten wollen. Zum Teil sind es auch Wirtschaftsflüchtlinge, die vor Armut und Korruption fliehen. Sie haben die schwerwiegende Entscheidung getroffen, den Ort möglicherweise für immer zu verlassen, wo ihre Familien teils schon hunderte von Jahren gelebt haben. Diese Menschen sind nicht leichtfertig in den Bus nach Deutschland gestiegen sondern haben sich unter teils lebensbedrohlichen Umständen bis hierher durchgeschlagen. Ob diese Menschen bleiben dürfen oder abgeschoben werden, beeinflussen wir nicht. Sie sind zunächst einmal da und brauchen Hilfe.

 

An Langenmosen wird das Problem der Unterbringung nicht vorübergehen. Das wurde bereits in der Bürgerversammlung Anfang des Jahres, den Gemeinderatssitzungen und der letzten Ausgabe der Gemeindepost thematisiert. Die Frage ob wir die Aufnahme von Flüchtlingen befürworten oder ablehnen stellt sich nicht, denn: Ob wir wollen oder nicht - die Flüchtlinge werden uns zugewiesen. Es ist maximal eine Frage von Monaten. Wir alle in der Gemeinde müssen uns darauf einstellen und sollten das Beste daraus machen.

 

In vielen der umliegenden Kommunen sind inzwischen Flüchtlinge untergebracht worden, zum Beispiel in Schrobenhausen, Ehekirchen, Klingsmoos, Karlshuld. Gerade in den ländlichen Gemeinden verläuft das in der Regel ohne große Probleme. Großen Anteil daran haben örtliche Helferkreise, die zumeist auf den Vereinen zur Nachbarschaftshilfe basieren. Sie geben den Flüchtlingen Hilfestellung, räumen Missverständnisse aus und halten Verbindung.

 

Wir haben zwar keinen Nachbarschaftshilfe-Verein in Langenmosen, aber nach einem Aufruf unserer Bürgermeisterin haben sich mittlerweile 11 Freiwillige zusammengetan und sich selbst zu einem Helferkreis organisiert. Wir tun dies auf Bitten und im Auftrag des Gemeinderats und damit der Gemeinde.

 

Warum machen wir das?

  1. Aus Nächstenliebe und christlicher Verantwortung. Wir wollen den Menschen helfen. In unserer Wertordnung geht es um den Menschen, nicht um seine Herkunft.
  2. Aus Pflichtbewusstsein. Wir wollen als Langenmosener Bürger bei dieser schwierigen Herausforderung für unsere Gemeinde Verantwortung übernehmen und einen Unterschied machen.
  3. Wir wollen von Anfang an mitgestalten und nicht von Entwicklungen überrascht werden.

 

Was ist zu tun?

Zunächst einmal: Sich für den Helferkreis melden und mitmachen. Jeder kann irgendwie helfen und jeder ist herzlich willkommen.

Gerade in den ersten Wochen geht es hauptsächlich darum, den Menschen in der Bewältigung ihres neuen Alltags zu begleiten und zu unterstützen. Unser Ziel ist, die Menschen im Alltag möglichst schnell selbstständig zu machen. Grundsatz muss immer Hilfe zur Selbsthilfe sein!

 

Einige Fragen, die sich ein Neuankömmling stellt:

Wo bin ich?

Bin ich hier sicher?

Versteht mich jemand? Wer spricht mit mir? Wie lerne ich mich zu verständigen?

Was ist hier anders als in der Heimat? Welche Regeln muss ich hier befolgen?

Kann ich hier nach den Regeln meiner Religion leben?

Wo kann ich einkaufen? Was kann ich hier einkaufen? Am besten günstig!

Wie komme ich von A nach B? Öffentliche Verkehrsmittel?

Wie komme ich zu den Behörden?

Werde ich im Umgang mit den Behörden unterstützt?

Wie werde ich ärztlich betreut?

Wie kann ich mich betätigen?

Gibt es für mich hier Freizeitaktivitäten? Vereine?

Wie gehe ich mit modernen Haushaltsgeräten um?

Und Vieles mehr.

 

Ein Wort zum Schluss:

Die Flüchtlinge sind Menschen wie wir. Sie kommen aus einem fremden Kulturkreis und kennen nicht unbedingt unsere Regeln oder was für uns „normal“ ist. Ein mögliches Fehlverhalten kann deshalb niemand ausschließen. Das gilt aber auch für uns Einheimische. Wir wollen jedenfalls alles dafür tun, dass Missverständnisse und Fehler vermieden werden. Durch das „sich kümmern“ und das direkte Gespräch versuchen wir Problemen entgegenzuwirken.

 

Der Grundsatz muss sein:

Gegenseitiger Respekt. Denn so wie wir mit ihnen umgehen werden, so werden sie mit uns umgehen.

 

Kontakt:

Albrecht Grünwald

Albrecht.Gruenwald@live.com

 

 

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